Schluß mit der Träumerei – an die Arbeit!

New Work ist in aller Munde. Immer mehr Barcamps und auch klassische Konferenzen reden über neue Formen von Arbeit. Immer mehr organisationsinterne Veranstaltungen proklamieren Veränderung hin zur Zukunft der Arbeit.

Alles Agile ist endgültig im Mainstream angekommen. Auch wenn nur die wenigsten Firmen tatsächlich agil sind (was immer das bedeutet), inzwischen findet sich kaum noch ein Firmenlenker, Entwicklungsleiter oder Projektmanager, der agile Arbeitsweisen nicht als ein probates Mittel sieht, Arbeit zu organisieren. Im gleichen Fahrwasser segeln dann auch noch Themen wie Innovation, Design Thinking, Lean Startup und dergleichen.

Mit Augenhöhe sind wir seit einigen Jahren mittendrin in den Gesprächen rund um die Frage: Wie wollen wir in Zukunft arbeiten? Eine immer noch wachsende Community hat sich zusammengefunden, wir haben Filme gesehen, Bücher gelesen, Firmen besucht und miteinander die Bilder einer Arbeitswelt konkretisiert, wie wir sie uns wünschen.

Und immer mehr wird klar: Diese Welt baut sich nicht von allein. Es braucht Menschen mit Passion, Ideen und Mut, um in kleinen Schritten vorwärts zu kommen. Die einfache Kopiervorlage gibt es nicht, wir kommen nicht umhin, im konkreten Kontext unserer Organisationen Hypothesen zu entwickeln, daraus Experimente zu wagen und diese anschließend mit kritischem Blick zu bewerten.

In genau einer Woche treffen sich in Karlsruhe am Innocampus der EnBW zum zweiten mal Pioniere, Praktiker, Macher und Weiterdenker, die sich in ihren Organisationen – in etablierten Unternehmen und Konzernen – auf diesen langen Weg gemacht haben. Träumen sollten wir auch weiterhin miteinander, das bleibt wichtig und gibt Kraft. In diesem Jahr laden wir Euch besonders dazu ein, über die Dinge zu sprechen, die in Eurem Kontext bereits gelingen. Wie seid ihr es angegangen, was hat zum Gelingen beigetragen? Welche Herausforderungen habt ihr überwunden und wie? Was sind Eure nächsten mutigen Schritte?

Wir freuen uns auf einen erkenntnisreichen Tag mit Euch. Noch kein Ticket? Hier entlang!
Timm, Sandra, Vanessa, Thomas, Nadine, Anke, Michael

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Haben Sie einen Toaster?

Und dann hatte ich heute ein Erlebnis, als ich noch schnell nach 18:00 Brot holen wollte. Alle Bäckereien schon zu oder die Theke leergeräumt. Blieb nur noch die, wo ich normalerweise nicht hingehe. Weil das eine Kette mit vielen Filialen ist und ich da so meine Vorurteile habe.

Der junge Mann hinter der Theke fragt mich unerwartet freundlich, was ich möchte, packt das Brot ein und sagt währenddessen: “Eine gute Wahl haben Sie mit dem Brot getroffen, ich mag die Sorte auch sehr.” Ich dachte irgendwas wie “Quatsch mich nicht an, ich bin krank und will nach Hause” und sagte wohl irgendwas wie “Hmmm”. Er liess aber nicht locker und fragte: “Haben Sie einen Toaster?”.

Normalerweise ist das der Beginn eines schlechten Scherzes und ich murmelte nur etwas verhalten und genervt: “Ja, ich habe einen Toaster.” Und dann begann er strahlend zu erzählen: “Wenn Sie dieses Brot in ganz dünnen Scheiben toasten, kommt das Röstaroma der Sonnenblumenkerne darin wunderbar zur Geltung. Kombiniert mit einem Stück Schafskäse und ein wenig gutem Olivenöl schmeckt das fantastisch.” Und er strahlte mich an. Ich konnte ihm in dem Moment leider keine gute Antwort geben ausser ein hilfloses: “Tip angenommen. Danke.” Das hab ich anschliessend ein bisschen bereut, aber ich habe etwas gelernt für dieses Jahr:

Glaubenssätze und Vorurteile können helfen, das Leben einfacher zu machen. Ein reiches Leben, das uns all seine Schätze zeigt ist wahrscheinlicher, wenn wir diese ab und an ignorieren und infrage stellen.